Eine Überwachung der WADA, alle Wettkampfkontrollen an die NADA, weniger Druck auf die Athleten und Verbände, mehr Einsatz von Medien und Sponsoren: Karl-Heinrich Bette hat gemeinsam mit Ansgar Thiel und Felix Kühnle einige Empfehlungen für einen besseren Kampf gegen Doping gegeben. Ja, die Überschrift ist überspitzt. Aber immerhin mal ein Ansatz für eine Diskussion.
In den ersten beiden Teilen meiner Mini-Serie zur Dopingbekämpfung in Deutschland habe ich über Fehler in der Dopingprävention geschrieben und mit Andreas Singler über die politischen Hintergründe des Dopingkampfes gesprochen.
Karl-Heinrich Bette habe ich vor ein paar Wochen in seinem Büro in der Darmstädter Magdalenenstraße besucht. Zwischen Umzugskisten und Büchern zur Soziologie des Dopings haben wir uns lange unterhalten. Einen kleinen Teil habe ich mitgeschnitten.
In dem Buch “Dopingprävention – Eine soziologische Expertise” haben Bette, Ansgar Thiel und Felix Kühnle “Empfehlungen zur Vorbeugung von Doping im Spitzensport” gedruckt. Die Studie ist vom Deutschen Leichtathletik-Verband angefragt und mit 20.000 Euro bezuschusst worden. Im Original sind die Empfehlungen am Ende des Buches 34 Seiten lang. Ich dokumentiere sie mit Genehmigung von Karl-Heinrich Bette in gekürzter Fassung.